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Virtueller Sport in den Alpen

Tiroler Tageszeitung

Im Außerfern fand im August 2017 bereits die Drohnen-Champions-League statt, beim SPORT.TOURISMUS.FORUM in St. Gallen am 19. Jänner wird virtueller Sport zum Thema.

Gaming und virtueller Sport boomen. Knapp fünf Millionen Österreicher vertreiben sich laut einer Studie des Verbands für Unterhaltungssoftware (ÖVUS) die Zeit mit Videospielen. Zocker und Onliner werden damit immer mehr zur Zielgruppe der Tourismusbranche. „Sport hat immer schon Gäste in die Alpenregionen gelockt. Die Tourismusbranche muss sich aber auch den neuen Sport- und Eventformaten öffnen, um als Reiseziel attraktiv zu bleiben“, meint etwa Hans-Willy Brockes, der Veranstalter des neu gegründeten „Sport.Tourismus.Forum“, das am 19. Jänner in St. Gallen stattfindet.

Neben klassischen Sportarten wie etwa Biken und Bergsteigen nimmt der Schweizer Unternehmer gezielt neue Formate wie virtuelle Klettertouren, Drohnen-Events und Gaming-Hotels auf die Agenda. „Die Bedürfnisse, wie Urlauber die beste Zeit des Jahres erleben wollen, sind zwar dieselben geblieben, aber viele Sportarten haben sich durch die Digitalisierung verändert. Heute muss man sich mit Außergewöhnlichem positionieren,“ sagt Brockes und spielt damit auf ein Phänomen an, das als eSport bekannt ist.

Dahinter steckt die am schnellsten wachsende Sportart der Welt. Ein Beispiel dafür, wie gut virtueller Sport in Tourismusdestinationen bereits funktioniert, gibt Herbert Weirather. Der gebürtige Tiroler hat die Drohnen-Champions-League ins Leben gerufen und mit Ehrenberg in Reutte einen spektakulären Ort für die Rennen etabliert. Bei Drohnenrennen werden Flugroboter mit bis zu 140 km/h durch den Parcours geflogen. Die Piloten steuern per Joystick und sehen die Rennstrecke mit einer Virtual-Reality-Brille aus der Ich-Perspektive. „Im Gegensatz zu einem Skirennen, wo man Schnee und Berge braucht, können wir unsere Rennen im Prinzip überall austragen“, sagt Weirather.