Sportinfrastruktur als Zukunft des Tourismus? | SPORT.TOURISMUS.FORUM Share & Win

Sportinfrastruktur als Zukunft des Tourismus?

Sportinfrastruktur als Zukunft des Tourismus?

17. Dezember 2017

Welche Bedeutung Sport- und Familienevents für den Tourismus haben, darüber spricht Josef Schirgi im Sonntagsfrühstück.

Die Erlebnisorientierung der Gäste steigt. Der Weg zur Erholung läuft heute über die Aktivität. Deshalb setzen immer mehr Tourismus-Destinationen darauf, ihre regionalen Möglichkeiten auszuschöpfen und Landschaften neu in Szene zu setzen. Welche Erfolgskriterien dabei eine Rolle spielen, darüber sprechen Josef Schirgi und 27 weitere Experten beim ersten internationalen „Sport.Tourismus.Forum“ am 19. Jänner in St. Gallen (Schweiz). Die Tiroler Region Serfaus-Fiss-Ladis gilt als Vorzeigedestination.

Sie sind mit dem Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis als Paradebeispiel fu?r gelungenes Entertainment am „Sport.Tourismus.Forum“ zu Gast. Welches Erfolgsgeheimnis steckt dahinter?
Josef Schirgi:
Ich denke, wirkliche Geheimnisse gibt es dabei nicht. Wichtig ist, dass man von Anfang an auf Qualität setzt und sich im Klaren ist, für wen man einen Bikepark wie den unseren baut. Entscheidend ist die Infrastruktur wie Waschplatz, Trailbau und -pflege, Sportshop mit Verleih, Sportgeräte, etc. Nicht zu vergessen sind die Mitarbeiter, die ihr Geschäft verstehen und die über das entsprechende Know-how verfügen.

Worin sehen Sie die Erfolgskriterien für Sportregionen?
Schirgi: Das Um und Auf ist die Infrastruktur. Das beginnt bei den sportlichen Einrichtungen, der Erreichbarkeit bis hin zu den Unterkunftsmöglichkeiten. Da haben wir in Serfaus-Fiss-Ladis in den letzten Jahren sehr viel investiert.

Sind Sport- und Familienevents die Zukunft des Tourismus?
Schirgi: Jedenfalls sind sie eine sehr gute Plattform, um seine eigentlichen Themen dem Zielpublikum näher zu bringen. Sehr viele Wintersportler sind auch begeisterte Biker. Dadurch haben wir die Möglichkeit, bei unseren Wintergästen vermehrt auf unser Sommerangebot aufmerksam zu machen. Der sportbegeisterte Gast gibt im Durchschnitt mehr Geld für sein Hobby aus. Ein Sommertourist in Tirol gibt rund 119,- Euro pro Tag aus, ein Bikebesucher 126,- Euro. Die Steigerung der Wertschöpfung und der Auslastung muss auch das Ziel von so einer Investition wie dem Bikepark sein.